Jahresberichte Unihockey-Riege 2003

 

1. Mannschaft: 1. Liga Kleinfeld/2. Liga Grossfeld


Das Ende einer ungekrönten Ära

Das Ausscheiden im Halbfinale um die Schweizer Meisterschaft auf dem Kleinfeld im April war für die 1. Mannschaft des UHC KTV Muotathal bitter. Im entscheidenden dritten Spiel in der Verlängerung mussten die Segel gestrichen werden, Glücksgöttin Fortuna hatte sich auf die Seite der Ostschweizer gestellt. Vorbei ging in Sulgen aber nicht nur eine Saison, sondern eine Ära, in der die Schwyzer einiges erreichten.

Die Muotathaler schafften nämlich das wohl einmalige Kunststück, ohne Niederlage direkt von der vierten in die erste Liga aufzusteigen. Dort qualifizierten sie sich für die Play-offs um die Titelvergabe, in den bis zu diesem Zeitpunkt ausgetragenen 70 Meisterschaftsspielen verloren sie nur einmal und spielten fünfmal unentschieden. Im Liga-Cup standen die Muotathaler im Jahr 2002 im Endspiel und in der letzten Saison erreichten sie die Runde der letzten acht. Diese Erfolge trösteten über das plötzliche Saisonende hinweg und hoben das Positive hervor, der Verarbeitungsprozess ging deshalb schneller voran.


Wechsel aufs Grossfeld

Seit Anfang dieser Saison kämpfen die Schwyzer auf dem Grossfeld um Meisterschaftspunkte, sie verliessen das Kleinfeld also ohne einen einzigen Titelgewinn. "Nach verschiedenen Gesprächen mit der Mannschaft ist die Vereinsleitung zum Schluss gekommen, dass die Spieler auf dem Grossfeld mehr Freude am Spielen hätten", erklärte Riegenleiter Daniel Gwerder die Beweggründe. Wehmut war natürlich vorhanden, denn auf dem Kleinfeld gehörten die Schwyzer zur nationalen Elite. Deshalb sagte Gwerder: "Für den Verein wäre es lukrativer gewesen, wenn wir den Wechsel erst in ein paar Jahren vollzogen hätten." Die technischen Fähigkeiten der Akteure kämen aber besser zur Geltung, wenn mehr Platz vorhanden sei. Er erhoffte sich dadurch einen positiven Effekt auf das Leistungsvermögen der Equipe. Die Mannschaft wurde auf diese Saison hin stark verändert, denn das Kader musste vergrössert werden (5 statt 3 Feldspieler).

Einen Wechsel gab es auf diese Saison hin auch am Spielfeldrand, denn nach zwei Spielzeiten verliess Trainer Simon Mettler aus beruflichen Gründen die Schwyzer wieder. Mettler hatte aus der jungen Mannschaft beinahe das Maximum herausgeholt, einzig ein nationaler Titelgewinn war ihm versagt geblieben. Er steht dem Verein aber in beratender Funktion weiterhin zur Seite und bringt seine immense Erfahrung ein. Neuer Trainer ist Daniel Ulrich, unterstützt wird er von Erwin Gwerder.


Start in die Meisterschaft geglückt

Auf dem grösseren Spielfeld haben sich die Muotathaler nicht schlecht akklimatisiert. Nach der Niederlage gegen Buochs-Ennetbürgen in der ersten Runde des Schweizer Cups im Juni zeigten sie immer mehr Fortschritte und starteten auch vielversprechend in die Meisterschaft. Nach den ersten paar Runden hat sich die Mannschaft in der Spitzengruppe etabliert – auch auf dem Grossfeld scheint also einiges möglich zu sein.

BERICHT: Andreas Wyler
TRAINER: Kleinfeld Simon Mettler
TRAINER: Grossfeld Daniel Ulrich

 

 

2. Mannschaft: 4. Liga 2002/2003

Nach der Sommerpause nahmen wir im August das Training wieder auf. Am 22. September 2002 hiess es dann wieder "MIT ODER OHNI? JÄ WAS DÄ? SECKELHÄÄRÄ!" und somit war die Meisterschaft für die Pläuschler des UHC KTV MUOTATHAL gestartet. Doch bereits in der 1. Meisterschaftsrunde lief es nicht richtig nach Wunsch, wir mussten ohne Torhüter antreten, Stefan Hediger genannt ADLERAUGE war verletzt doch unser Traktor dr Ädl (Lipsch) stellte sich zwischen die Pfosten. Und die 2 neuen Spieler? Schmidig Richard (dr Lunni) erwies sich als guter Tausch mit dem Herren 3 und wurde sogar Topskorer. Dünner Philipp (dr Dünner) schlug ein wie eine Bombe ein, durfte er auch bei dieser Astronomen Ablöse-Summe J , und wurde zweiter in der Skorerliste. Am Saisonende war ersichtlich das unsere Mannschaft Herren 2 halt Plaüschler sind und wir uns am Tabellenende befanden, jedoch waren wir nicht immer die schlechtere Mannschaft hatten aber nicht das nötige Glück zum Sieg, jänu d’Hauptsach isch ja dasmä freud und ä paar schöni Stundä mitänand gha hed.


Saisonvorschau 2003/2004

Dass sich die neuen Spieler Schmidig Armin (Jäckl) zweiter Goalie und Betschart Beat (Fries) sich gut in die Mannschaft integrieren können. Dass der neue Trainer Patrick Holdener die Mannschaft gut auf die Meisterschaft vorbereiten kann, evtl. mit einem neuen Spruch? Jedenfalls wünsche ich der ganzen Mannschaft vom Herren 2 viel Glück, keine Verletzungen und weiterhin viel Freude beim spielen.

Euer Trainer Roger Heinzer

 

 

3. Mannschaft: Saison 2002/ 2003

Auf diese Saison hin wurde das Herren 3 durch Spieler vom Herren 2 verstärkt. Mit Hilfe dieser Spieler wollte man sich in der 3. Liga behaupten können. Am ersten Turnier Tag in Zug, wurde allen Spieler klar, dass es in der neuen Saison schwieriger wird Punkte zu sammeln. Da die neuen Spieler mit der Mannschaft vom Drü erst 4 Trainings absolviert hatte, lief nicht alles optimal. So konnte am ersten Spieltag kein einziger Punkt geholt werden. Der Ergeiz der Mannschaft und die intensiven Trainings ermöglichten aber, dass sich die Mannschaft von Spieltag zu Spieltag in der Tabelle nach vorne arbeiten konnte. Vor dem letzten Spieltag stand man auf dem 3. Tabellenrang. Doch lief an diesem entscheidenden Spieltag fast nichts so wie es sollte. Man verlor die zwei letzten Spiele jeweils mit einem Tor Differenz. Diese zwei Niederlagen warfen das Drü auf den 7. Schlussrang zurück. In dieser Gruppe waren die Mannschaften sehr nahe beisammen. Vom 3. Platzierten bis zum 9. Platzierten waren nur gerade mal 3 Punkte Differenz.

Dennoch ist man mit den erbrachten Leistungen zufrieden. Das Herren Drü hat sich sehr schnell zu einer verschworenen Truppe zusammengefunden. Für alle Spieler ist der Zusammenhalt der Mannschaft viel wichtiger als ein Platz an erster Stelle der Tabelle!


Ziele für die Saison 2003/ 2004

Für die nächste Saison wird das Drü wieder verändert. Der Torhüter Heinzer Marco musste Gesundheitsbedingt den Rücktritt geben und wird durch den Junioren Torhüter Schelbert Carlo ersetzt. Der Spieler Ulrich Daniel hat aus Zeitlichen Gründen das Team verlassen. Zuwachs haben wir durch die Zwei Junioren Betschart Stefan und Schelbert David erhalten. Wir trainieren weiterhin 2 mal pro Woche. Auf die neue Saison hin wird das Herren 3 von Rene Marty trainiert.

Unsere Gruppe in der wir diese Saison spielen werden ist nur mit Tessiner Mannschaften und uns bestückt. Es ist bekannt, dass die Tessiner Mannschaften etwas härter zur Sache gehen. Dennoch will das Drü in dieser Saison möglichst weit vorne in der Tabelle mitmischen. Die langen Anfahrwege sollen uns nicht vom Siegen abhalten. Es wird eine lange und harte Saison auf uns zukommen, mit hoffentlich möglichst vielen Siegen!!!!!!

 

 

Junioren A : Saison 2002/03

Die vergangene Saison der Junioren A darf als sehr gelungen angesehen werden, doch mussten zuerst einige Probleme aus dem Weg geräumt werden...

Die neue Spielzeit gab keine allzu grosse Hoffnung für riesige Sprünge; mit einem vollständigen Kader von sechs Feldspielern, zwei Goalies und wenigen Sommertrainings reisten wir ans 1. Turnier nach Losone. Dazu kam, dass wir uns auch noch verfuhren und zusammen mit unserem Gegner, den Vipers InnerSchwyz, zu spät zum Match eintrafen. Unser Reisebus wurde kurzerhand zur Umkleidekabine umfunktioniert. Wir schienen diese Strapazen besser verkraftet zu haben, wir gewannen das Derby knapp mit 7:6 Toren. Da wir auch das 2. Spiel gegen Kägiswil/Alpnach siegreich gestalten konnten, störte uns auch der zweistündige Stau auf der Heimfahrt kaum, schliesslich thronten wir als Leader unserer Gruppe.

Drei Wochen danach stand das zweite Turnier auf dem Programm. Wir hatten nur einmal anzutreten, da sich Ad Astra Sarnen zurückgezogen hatte. Gegen den Tabellenletzten aus Locarno gaben wir uns keine Blösse und siegten klar mit 12:2. Auch nach dem 2. Turnier grüssten wir immernoch als Leader, wir fanden gefallen an dieser Position.

Am nächsten Turniertag ging es um die Verteidigung des Thrones, wir hatten gegen unseren schärfsten Rivalen P.W. Buochs-Ennetbürgen anzutreten. In einem packenden und spitzenkampfwürdigen Match behielten wir nach einem 4-Tore-Rückstand mit 9:7 das bessere Ende für uns. Einen solch tollen Match hatte wohl noch kein Juniorenteam unseres Vereins gespielt! Als Dessert nahmen wir uns Montagnola vor, mit 20:4 kamen sie noch gut davon.

Nach diesen beiden Spielen wussten wir definitiv, diese Saison können wir viel erreichen. Unser neues Ziel lautete nun Gruppensieg; Anfangs Saison hätten wir davon nicht zu träumen gewagt!

Das 4. Turnier brachten wir mit viel Würgen über die Bühne, dennoch resultierten zwei knappe Siege. Damit grüssten wir als Wintermeister. Die Weihnachtspause verkürzten wir mit einer Go-Kart-Fahrt in Root, wo die Junioren nochmals Vollgas geben konnten.

Mit Vollgas wollten wir auch im Jahr 2003 durchstarten. Im Januar 2003 begann für uns die Rückrunde gegen den Tabellendritten Kägiswil/Alpnach. Von einem richtigen Spitzenkampf konnte nicht gesprochen werden, die Obwaldner wurden mit 13:3 weggefegt. Im zweiten Spiel wollten die Vipers Revanche für die erlittene Niederlage im 1. Derby nehmen. Ihnen wäre dies beinahe gelungen, resultierte doch "nur" ein glückliches 7:7 für uns. Wie würde das Team diesen Punktverlust verkraften? Unser engster Verfolger Buochs leistete sich keine Punktverluste und rückte uns bedrohlich nahe an die Pelle.

Am nächsten Turnier hatten wir wiederum nur ein Spiel gegen die abgeschlagenen Locarner zu spielen, dies wurde mit einem klaren Pflichtsieg erfüllt. Das Team hatte sich soweit gut vom Punktverlust erholt. Nun konzentrierte sich bereits alles aufs nächste Turnier, denn der grosse Showdown um den Gruppensieg gegen Buochs-Ennetbürgen stand bevor und das in Ihrer Heimhalle in Buochs!

Nach einem glücklichen Aufwärmsieg gegen Montagnola wurde das heisseste Spiel der Meisterschaft angepfiffen. Die Atmosphäre war giftig, Spitzenkampf eben. Unserem Team merkte man den riesigen Druck an, schnell lagen wir mit drei Toren im Rückstand! Wir besannen uns aber darauf, gegen denselben Gegner einmal mit 4 Toren im Rücktreffen gewesen zu sein und kämpften uns Tor für Tor heran. Schlussendlich fielen sich die Muotathaler jubelnd in die Arme, nach einem dramatischen Schluss gewannen wir mit dem knappsten aller Vorsprünge, mit 7:8!

Jetzt hatten wir 4 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten und nur noch unser Heimturnier stand an. Dabei setzten unsere Junioren zur Kür an siegten zweimal mit klarem Vorsprung. Unser grosses Ziel war somit erreicht, wir wurden Gruppensieger ohne Niederlage!

Dadurch war für uns die Saison aber noch nicht vorbei, durch den Gruppensieg qualifizierten wir uns für die Regionalmeisterschaft in Kleindöttingen.

Im ersten Vorrundenspiel gegen den UH STV Berg sah man, wieviel Selbstvertrauen unser Team durch die Saison hindurch getankt hatte. Die schussstarken Bergler wurden durch unsere wendigen Leute ausgetanzt – unser 1. Sieg war Tatsache!

Das zweite Spiel gegen den SC Illnau wurde zur Gala, da diese nicht den Hauch einer Chance hatten. Somit befanden wir uns wieder auf der Leaderposition und starteten mit einer guten Ausgangslage ins Halbfinale gegen einen uns bekannten Gegner.

Wie ihrs vielleicht vermutet habt, trafen wir erneut auf unseren Konkurrenten Buochs/Ennetbürgen; das dritte Duell dieser Saison. Wir wollten uns den Einzug ins Finale auf keinen Fall entgehen lassen uns spielten sehr konzentriert auf. Dies machte sich schlussendlich bezahlt, da wir die Powerwaves aus Buochs auch im dritten Anlauf bezwangen. Plötzlich standen wir also im Final der Regionalmeisterschaft! Dort trafen wir ebenfalls auf einen uns bekannten Gegner, den UH STV Berg, welchen wir am Vortag geschlagen hatten. Mit viel Selbstvertrauen stiegen wir in den Match, lange Zeit sah es sehr gut aus für uns. Plötzlich passierten uns 2-3 individuelle Fehler, welche die Bergler kaltblütig auszunützen wussten. In diesem hochstehenden Spiel war das bereits zuviel und somit durfte sich der UH STV Berg als neuen Regionalmeister Zentral nennen.

Verständlich, dass bei uns die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff riesig war, aber es hätte nicht zum Team gepasst, wenn wir lange der Niederlage nachgetrauert hätten. Statt dessen freuten wir uns über den erreichten Vizemeistertitel. Zudem hatten wir das zahlreiche Publikum auf unserer Seite, wir wurden gefeiert, als ob wir eben gewonnen hätten.

Mit vielen unvergesslichen Eindrücken fuhren wir zurück ins Thal, wo wir einige Tage später ein würdiges Abschlussfest im Chrüz einer (fast) perfekten Saison feierten.

Der Trainer
Bruno Betschart